Bakan Alparslan Bayraktar besuchte anlässlich der 9. Sitzung der Gemischten Wirtschaftskommission (KEK) zwischen der Türkei und Südkorea die Hauptstadt Seoul. Ziel des Treffens war es, die bilateralen Beziehungen gezielt in strategischen Sektoren durch gemeinsame Projekte weiterzuentwickeln.
Vertiefung der bilateralen Beziehungen
Als Ko-Vorsitzender der Kommission traf Bakan Bayraktar mit seinem südkoreanischen Amtskollegen, Koo Yun-cheol (Vizepremier und Minister für Wirtschaft und Finanzen), zu einem bilateralen Gespräch zusammen. In seiner Ansprache zur Eröffnung der KEK-Sitzung hob Bayraktar hervor, dass die Beziehungen zwischen der Türkei und Südkorea nicht nur auf wirtschaftlicher und diplomatischer Ebene, sondern auch auf gemeinsamen historischen Erfahrungen und starken menschlichen Bindungen basieren.
Handels- und Investitionsvolumen
Das bilaterale Handelsvolumen erreichte im Jahr 2025 einen Umfang von 11 Milliarden US-Dollar. Die südkoreanischen Investitionen in der Türkei belaufen sich auf etwa 1,9 Milliarden US-Dollar. Bayraktar betonte, dass die jüngsten gegenseitigen Staatsbesuche eine neue Dynamik in die Zusammenarbeit gebracht haben und die politische Entschlossenheit nun durch konkrete Projekte untermauert werden soll.
Schwerpunkte: Energie, Innovation und strategische Sektoren
Die Türkei bietet laut Bayraktar südkoreanischen Unternehmen dank ihres jungen, qualifizierten Arbeitskräftepotenzials und ihrer regionalen Vernetzung ein starkes Produktions- und Exportumfeld, insbesondere in Richtung EU, Nahost, Nordafrika und Zentralasien.
Bayraktar unterstrich das Ziel, die Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Infrastruktur, Transport, Verteidigungsindustrie, Wissenschaft und Technologie zu vertiefen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf strategischen Feldern wie Kernenergie, Künstliche Intelligenz, Halbleiter, Batterietechnologien, kritische Mineralien, Innovation und erneuerbare Energien.
Kooperationen und Vereinbarungen
Nach dem Treffen wurde das Protokoll der 9. KEK-Sitzung zwischen der Türkei und Südkorea offiziell unterzeichnet. Im Rahmen seines Besuchs führte Bayraktar zudem Gespräche mit führenden Vertretern südkoreanischer Energie- und Bergbauunternehmen sowie Industrieunternehmen. Hierbei präsentierte er die Energievision der Türkei und betonte die Bedeutung von Partnerschaften im Bereich der Kernenergie, einschließlich der Zusammenarbeit mit KEPCO und dem Interesse an kleinen modularen Reaktoren (SMR).
Weitere Treffen mit südkoreanischen Partnern
Bayraktar traf außerdem mit Kim Sungwhan, dem südkoreanischen Minister für Klima, Energie und Umwelt, sowie mit dem Handelsminister Kim Jung-Kwan zusammen. Im Fokus standen dabei die Intensivierung der Zusammenarbeit bei erneuerbaren Energien, Stromübertragung und der sichere Zugang zu kritischen Rohstoffen. Beide Seiten stimmten darin überein, gemeinsame Projekte zur Stärkung der Energieversorgungssicherheit und der technischen Zusammenarbeit zu verfolgen.
Weitere Gespräche mit dem CEO von KEPCO, Kim Dong-cheol, unterstrichen das Bestreben, die Kooperation im Bereich Kernenergie und Energiemanagement auszubauen. Bayraktar sprach sich zudem für eine stärkere Zusammenarbeit von türkischen und südkoreanischen Unternehmen in Drittmärkten wie dem Nahen Osten, Afrika und Zentralasien aus.
Für Bilder zur Veranstaltung besuchen Sie bitte die offizielle Seite des türkischen Energieministeriums.








